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Meldungen 2007
Pfefferminzbahn wird teilweise stillgelegt

Das Streckensterben in Thüringen geht weiter. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2007 wird die "Pfefferminzbahn" in Nordthüringen (KBS 594) teilweise stillgelegt. Wie das Thüringer Verkehrsministerium mitteilte, ist der Abschnitt zwischen Straußfurt und Sömmerda betroffen. Auf dem zwölf Kilometer langen Teilstück der insgesamt 54 Kilometer langen Strecke fahren dann keine Personenzüge mehr. Als Grund wurde die zu geringe Auslastung angegeben.

Damit werden künftig schnelle Verbindungen von Straußfurt und Weißensee Richtung Naumburg/Halle/Leipzig und von Sömmerda Richtung Nordhausen unmöglich. Weißensee mit seinen touristischen Angeboten ist künftig wie Bad Frankenhausen schon seit einem Jahr ganz ohne Bahnanschluss. Die Strecke soll aber für den Güterverkehr weiter genutzt werden. Infrastrukturbetreiber ist nicht die Deutsche Bahn, sondern die private Thüringer Eisenbahngesellschaft. Sie investierte in den vergangenen Jahren hohe Summen in die Sanierung der Strecke.

Ebenfalls von der Stilllegung bedroht sind die Thüringer Strecken zwischen Gotha und Gräfenroda (KBS 572) und zwischen Fröttstädt und Friedrichroda (KBS 606). Sie bleiben laut Ministerium mindestens aber mindestens bis 2011 erhalten.

Beide Linien waren ebenfalls auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft worden. Auch in diese Strecken sind in der Vergangenheit erhebliche Mittel zur Sanierung geflossen. Allein zwischen Gotha und Gräfenroda waren es in den vergangenen Monaten laut Bahn Millionenbeträge; weitere Gleisbauarbeiten sind im Gang. (2. November 2007)

Eine Reportage über die Sanierung der Pfefferminzbahn hören Sie auf der ZUGhören-CD 3: Nord- und Mittelthüringen.


ZUGhören macht Bahnreisen billiger

Eisenbahn erleben mit allen Sinnen - das ist die Idee hinter dem Projekt ZUGhören. Diese Idee bekommt jetzt eine neue Dimension. Schon bisher können Bahn-Fans mit den Hörbüchern der Serie akustische Reisen in die Welt der Bahn unternehmen. Jetzt sind auch echte Schienenkreuzfahrten und Nostalgiereisen per Bahn möglich. Dazu startet eine Kooperation zwischen ZUGhören und dem Reiseveranstalter „Die Eisenbahn-Erlebnisreise". Sie bringt gleich zwei Vorteile: zum einen wird die Erlebnisreise auf Schienen billiger, zum anderen gibt's ein ZUGhören-Hörbuch nach Wahl kostenlos dazu.

Technisch funktioniert die Buchung ganz einfach: der Interessent klickt auf der ZUGhören-Seite einen Banner an und kommt von dort auf die Seite der Eisenbahn-Erlebnisreise www.bahn-erlebnis.de. Dort kann er dann direkt seine Reise buchen, erhält einen Rabatt von 5 Prozent und einen Gutschein für eine ZUGhören-CD nach Wahl.

Dabei ist es egal, ob die Reise zu den kulturellen Höhepunkten Polens oder in die Toskana geht, ob es eine Schienenkreuzfahrt mit dem „Zarengold"-Zug auf der legendären Transsibirischen Eisenbahn ist oder eine eindrückliche Reise durch die Weiten Kanadas, die Berge der Anden oder die vielfältige Natur Südafrikas.

Besonders angenehm ist dabei das Reisen im Comfort-Express. Der Zug führt ausschließlich Wagen 1. Klasse, die schon im TEE-Rheingold unterwegs waren und mit ihren klassischen Abteilen durch zeitlose Eleganz, Bequemlichkeit und viel Platz bestechen. (9. September 2007)

Eine angenehme Bahnreise wünscht ZUGhören.

Nahverkehrs-Verband kritisiert Bericht über Schienenetz

Der Verband der Nahverkehrs-Besteller hat den Zustandsbericht des Schienennetzes der Deutschen Bahn scharf kritisiert. In einem Positionspapier des Verbands BAG-SPNV dazu heißt es, der Bericht sei schöngerechnet und insgesamt an vielen Stellen ungeeignet. Die Bahn wies die Vorwürfe zurück.

Laut Nahverkehrs-Verband BAG-SPNV, in dem die Bestellerorganisationen der Länder zusammengeschlossen sind, hat das durchschnittliche Alter der Gleise, Weichen und Bahnsteige zugenommen. Das deute auf mangelnde Investitionen ins Netz hin. Außerdem weise der Netzzustandsbericht nur bundesweite Durchschnittswerte aus.

Was dagegen fehle, seien regionale Werte. Dadurch sei nicht ersichtlich, ob zum Beispiel manche Nebenstrecken gezielt vernachlässigt würden. Die Bahn erklärte dagegen wiederholt, gerade in regionale Strecken seien regelmäßig hohe Summen investiert worden.

Weiterer Kritikpunkt des Nahverkehrs-Verbands sind die angegebenen Zeitverluste durch Langsam-Fahrstellen. Sie seien nicht korrekt berechnet, weil die Zeiten zum Abbremsen und Beschleunigen eines Zugs vor und nach der jeweiligen Stelle nicht berücksichtigt seien. Deshalb seien die Zeitverluste zwischen fünf und zehn Mal so hoch wie von der DB angegeben.

Die Bahn dagegen macht dagegen eine insgesamt hohe Pünktlichkeit geltend. Sie sei 2006 nur wegen zahlreicher Sonderzüge zur Fußball-WM und extremer Wettereinflüsse niedriger gewesen. (22. August 2007)

Eine Reportage über eine von einer privaten Gesellschaft betriebene Schienenstrecke in Nordthüringen hören Sie auf der ZUGhören-CD 3.


Jubiläum einer Legende: der TEE wird 50

Es war der Zug der Wirtschaftswunderjahre: der Trans-Europ-Express, kurz TEE. Genau fünfzig Jahre ist es jetzt her, dass er in Dienst gestellt wurde. Ausstellungen und Sonderbriefmarken erinnern an den legendären Zug der Nachkriegszeit.

Die Reiselust der Nachkriegszeit forderte auch die Bahn. Der Ruf nach Angeboten für Zugfahrten quer durch Europa wurde lauter, egal ob für Urlaub oder Geschäftsreisen.

Deshalb entwickelten die Deutsche Bundesbahn, die Niederländische Bahn, die Schweizerischen Bundesbahnen und die Französische Staatsbahn gemeinsam das TEE-Konzept. Es sah komfortable Triebzüge, attraktive Fahrzeiten und guten Service vor. Damit sollten die großen Städte in Europa verknüpft werden.

Das DB Museum in Nürnberg zeigt bei einer Sonderausstellung Originalfotos, interessante Informationen und historische Filmdokumente rund um den TEE.

Seit einigen Monaten gibt es außerdem eine Reihe von Sonderbriefmarken mit Eisenbahn-Motiven. Eine davon zeigt einen TEE-Zug vom Typ VT 11.5, der mit seiner charakteristischen Frontpartie als Prunkstück des ehrgeizigen Neubauprogramms im Fahrzeugpark der Deutschen Bundesbahn galt. Wer bis Ende August eine ZUGhören-CD bestellt, erhält die Sondermarke gratis dazu. (11. August 2007)

Eine Reportage über den legendären Rheingold-Zug, der von 1965 bis 1987 ebenfalls als TEE unterwegs war, hören Sie auf der ZUGhören-CD 2 Köln/Rhein-Sieg.


Ärger beim Zugfahren loswerden

Ein verspäteter Zug, übervolle Waggons, mangelhafte Informationen oder verschmutzte Toiletten - wenn bei einer Zugfahrt nicht alles so ist, wie man das als Kunde erwartet, kann man seinen Ärger jetzt direkt loswerden.

So richten immer mehr Verantwortliche für Nah- und Regionalverkehr im Internet Möglichkeiten ein, dem Missmut Luft zu machen. Das ist unter anderem bei der Nahverkehrsservice-Gesellschaft des Landes Thüringen und beim Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen möglich. In Schleswig-Holstein ist ein Internet-Forum eingerichtet, bei dem über die Qualität des Nahverkehrs diskutiert werden kann.

Auf den jeweiligen Seiten kann man detailliert beschreiben, wann man welchen Zug (oder Bus) von wo aus benutzt hat - und was nicht in Ordnung war. Auch die Deutsche Bahn selbst hat Beschwerdestellen eingerichtet, die bisher über Telefon oder per Postkarte erreicht werden können.

Vor allem die Besteller und Bezahler des Nahverkehrs haben ein Interesse zu erfahren, wie gut die eingekauften Leistungen der Bahnunternehmen sind. Im Umkehrschluss bedeutet das: sind zu viele Züge zu viel verspätet (oder verschmutzt), dann wird die Überweisung an die jeweilige Bahngesellschaft schon mal gekürzt: Thüringen, Rhein-Sieg-Kreis, Schleswig-Holstein

Die Qualität des Nahverkehrs ist auch Thema auf allen ZUGhören-CDs. (29. Juli 2007)



Neuer Streit um "Stuttgart 21"

Kaum ist die Finanzierung für das Mammut-Projekt "Stuttgart 21" in trockenen Tüchern, gibt es schon wieder Streit um das Geld. Das Verlegen des Stuttgarter Hauptbahnhofs unter die Erde und der Neubau der Bahnlinie von Stuttgart in Richtung Ulm kosten 4,8 Milliarden Euro.

Rund 2,8 Milliarden sollen in den Bahnhof unter der Erde verbaut werden, nach heutiger Planung nochmals mindestens zwei Milliarden in die neue Bahnstrecke. Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger hatte angekündigt, knapp eine Milliarde vom Land zur Verfügung zu stellen. Der (Drei-)Löwenanteil davon, nämlich 685 Millionen Euro, soll aus dem Topf der Nahverkehrsmittel kommen.

Laut Stuttgarter Verkehrsministerium werden deshalb aber "Verkehre in der Fläche (...) nicht zurückgenommen". Die Einschnitte im Nahverkehr im Juni von 2,1 Millionen Zugkilometern und einem Minus von bis zu dreißig Prozent auf manchen Strecken hätten mit "Stuttgart 21" überhaupt nichts zu tun.

Die Opposition, allen voran die Grünen, befürchten durch "Stuttgart 21" dagegen ein Milliardengrab und das weitere Ausbluten des Nahverkehrs, vor allem in den ländlichen Regionen. Während in der Landeshauptstadt Geld mit beiden Händen ausgegeben werde, werde beim restlichen Nahverkehr geknausert.

Blankes Entsetzen herrscht beim Fahrgast-Verband Pro Bahn und dem umweltorientierten Verkehrsclub VCD: Stuttgart 21 sei schlichter Unsinn. Für einen Taktfahrplan mit kurzen Umsteigezeiten fehlen nach Angaben der Fachleute in der unterirdischen Station mit nur acht Gleisen die Kapazitäten. Außerdem sei das bisherige Umsteigen auf gleichem Niveau dann kaum mehr möglich. Schließlich würden die Fahrzeitersparnisse von nur wenigen Minuten durch den zusätzlichen Halt auf dem neuen Bahnhof am Stuttgarter Flugplatz wieder aufgefressen. (21. Juli 2007)


Lübecker Hauptbahnhof saniert

Der Lübecker Hauptbahnhof strahlt in neuem Glanz. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wurde die vierjährige Sanierung jetzt abgeschlossen. Insgesamt flossen rund 50 Millionen Euro in das Projekt. Eröffnung: am 20. Juli.

Der Konzern spricht von "einer modernen Verkehrsstation in historischem Gewand". Kernstück ist der etwa einhundert Meter lange Personensteg, der sich über die Gleise spannt. Er wurde neu aufgebaut und gleichzeitig um gut einen halben Meter angehoben. So ist Platz für die neue Oberleitung, die mit der Elektrifizierung der Strecke Hmburg - Lübeck - Travemünde kommt.

Die verantwortlichen der Bahn setzten das Sanierungs-Projekt in enger Zusammenarbeit mit Denkmalschützern um. Soweit möglich, verwendeten die Baufachleute Originalteile, die sie aufarbeiteten. Unter anderem lassen die historischen Oberlichter wieder mehr Sonne in die Bahnhofshalle fluten.

Gleichzeitig gibt es viel Neues: so sorgen laut Bahn Schilder und zusätzliche Treppen und Aufzüge an den Bahnsteigen für ein schnelleres Zurechtkommen der Reisenden. Unvermeidlich wie an allen sanierten Bahnhöfen: Schnellrestaurants und weitere Geschäfte. (13. Juli 2007)

Eine Reportage von der Sanierung des Lübecker Hauptbahnhofs ist auf der ZUGhören-CD 4: Schleswig-Holstein.


ZUGhören jetzt beim "Literaturtelefon online"

Das Projekt ZUGhören ist jetzt auch beim Literaturtelefon online vertreten. Dort gibt es im Archiv ein kleines Hörstück über Eisenbahnen in Schleswig-Holstein.

Alle Interessierten sind eingeladen, sich auf eine kleine akustische Reise in den Raum Kiel und eine Dampflok-Werkstatt in Schönberg zu begeben.

Kiel war vor knapp dreißig Jahren die erste Stadt, die mit dem Literaturtelefon in der Bundesrepublik ein Konzept aus den angelsächsischen Ländern umsetzte.

Wer unter einer bestimmten Telefonnummer anrief, hörte im wöchentlichen Wechsel quasi eine private Autorenlesung - mitgemacht haben unter anderem Siegfried Lenz, Günter Grass und Sarah Kirsch. Das Ziel: einen Anreiz zum Lesen schaffen und gleichzeitig neue Stücke einem breiteren Publikum vorstellen.

Inzwischen hat das Internet bei solchen Angeboten dem Telefon den Rang abgelaufen. Deshalb wird in Kiel seit Anfang des Jahres das Literaturtelefon online ins Netz gestellt, mit Gedichten, Erzählungen, und eben dem ZUGhören-Hörstück. Dazu gibt es kurze Informationen über das jeweilige Stück und den Autor. (25. Juni 2007)

Mehr Informationen über Eisenbahnen in Schleswig-Holstein gibt es auf der ZUGhören-CD 4.


Essen auf Rädern

Während es in Zügen mit Verpflegungsmöglichkeiten nicht immer zum besten steht, gibt es gleich neben den Gleisen oft interessante und manchmal ausgefallene Ideen fürs Speisen. So hat am Bahnhof Lichtenhain in Thüringen jetzt ein umgebauter Eisenbahn-Waggon als Restaurant seinen Betrieb aufgenommen.

Das Besondere: das "Zug-Restaurant" ermöglicht einen Blick auf die historische Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn und den Thüringer Wald. Der Waggon aus dem Jahr 1978 ist vollständig restauriert worden und hat Platz für vierzig Gäste. Petra Fiebes und Steffen Malessa bieten dort vor allem regionale Thüringer Speisen an.

Bergbahn-Chef Peter Möller hofft, dass nun die Fahrgastzahlen der Bergbahn wieder ansteigen und mehr Besucher die Gelegenheit zu einem Abstecher in die Region nutzen. Die Bergbahn bietet neben Sonderfahrten mit historischen Fahrzeugen auch auf der Talstrecke ebenfalls die Möglichkeit, das Maschinenhaus oder Ausstellungen zur Bergbahn-Geschichte zu besichtigen.

Die Oberweißbacher Bergbahn eröffnete 1923 ihren Betrieb und ist denkmalgeschützt. Sie besteht aus der Standseilbahn (1,4 Kilometer lang, 25 % Steigung) von Obstfelderschmiede nach Lichtenhain und der elektrifizierten Flachstrecke (2,5 km lang, 600 Volt Gleichstrom) von Lichtenhain nach Cursdorf. In Obstfelderschmiede besteht Anschluss an die Schwarzatalbahn (25 Kilometer, 24 Brücken, größte Steigung 30 Promille) von Rottenbach nach Katzhütte. (17. Juni 2007)

Mehr Informationen über Eisenbahnen in Nord- und Mittelthüringen gibt es auf der ZUGhören-CD 3.


Volldampf nach Frankreich

Mit dem kleinen Fahrplanwechsel schrumpfen die Fahrzeiten für Zugfahrten nach Frankreich zusammen. Am 10. Juni haben die Deutsche Bahn und die Französische Staatsbahn SNCF ihre neue grenzüberschreitende Hochgeschwindigkeits-Strecke in Betrieb genommen.

Zwischen Frankfurt am Main und Paris rasen künftig dreimal täglich ICE-Züge mit Tempo 320 in gut vier Stunden. Bisher betrug die Reisezeit rund sechs Stunden. Auch zwischen Stuttgart, Straßburg und Paris schrumpft die Fahrzeit um etwa zwei Stunden. Hier sind die französischen Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ TGV (Train à grande vitesse) unterwegs, ebenfalls dreimal am Tag.

Bahn und SNCF versprechen neben kurzen Reisezeiten auch guten Service und mehrsprachiges Personal. Auch die BahnCard und ihr französisches Gegenstück sollen auf den jeweiligen ausländischen Streckenteilen anerkannt werden.

Allerdings gibt es für die Reisenden auch mehrere Haken. So gibt es in Frankreich für die BahnCard 50 nur 25 Prozent Rabatt. Und für die französischen TGV-Züge müssen Plätze vorher auf jeden Fall fest gebucht werden. Gepäck muss in Frankreich mit einem Namensschild versehen werden.

Dem internationalen Projekt waren ein Staatsvertrag vor fünfzehn Jahren und zahlreiche Verhandlungen vorausgegangen. Unter anderem mussten die jeweiligen Züge für die unterschiedlichen Strom-, Sicherungs- und Signalsysteme auf beiden Seiten des Rheins ausgerüstet und zugelassen werden. Allein dafür wurden auf beiden Seiten Millionenbeträge investiert. (10. Juni 2007)

Mehr Informationen zum Startbahnhof nach Frankreich, dem Frankfurter Hauptbahnhof, gibt es auf der ZUGhören-CD Südhessen.


Streit um Räder in Fernzügen

Um die Mitnahme von Fahrrädern in Fernzügen ist ein Streit entbrannt. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee verlangte, auch in ICE-Zügen der Deutschen Bahn die Fahrradmitnahme zu erlauben. Der Minister sagte dem Magazin "Radwelt" des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ADFC, dazu solle eine ICE-Pilotstrecke mit entsprechenden Mehrzweck-Abteilen eingerichtet werden.

Prinzipielle Rückendeckung erhielt er von den umweltorientierten Verkehrsclubs. Pro Bahn bezeichnete den Vorschlag als "gute Idee". So gebe es in den ICE-Neigetechnik-Zügen bereits große Abteile. Dort müssten nur noch Halterungen für die Räder angebracht werden.

Dagegen lehnte die Deutsche Bahn die Forderung ab. Ein Sprecher sagte, um die Fahrräder in die Züge zu laden und wieder zu entladen, müssten die ICE an jedem Bahnhof länger halten. Dadurch würde sich die Fahrzeit schnell um bis zu eine halbe Stunde verlängern, egal ob an jedem Tag Radler unterwegs seien oder nicht. Außerdem bestehe die Möglichkeit, im Fernverkehr in IC, EC und Nachtzügen die Räder mitzunehmen.

Scharfe Kritik am Rad-Konzept im Fernverkehr der Bahn kommt vom Verkehrsclub Deutschland, VCD. Seit Einstellung der Interregio-Züge ab 2001 seien tausende Radmitnahme-Plätze abgebaut worden. Jetzt wiederhole sich das gleiche beim IC, weil die Bahn immer mehr Strecken mit dem ICE bediene. Anstatt ICE-Züge für viel Geld zur Radmitnahme umzurüsten, solle sich Tiefensee für den Erhalt des IC und den Ausbau der Radkapazitäten dort einsetzen, so der VCD. (2. Juni 2007)


Privatbahnen kritisieren Zustand des Schienennetzes

Das Netzwerk Privatbahnen hat den Zustand des Schienennetzes kritisiert. Anlass ist eine jetzt vorgelegte Studie des Verbands zu so genannten Langsamfahrstellen im Sommer 2006 in den neuen Ländern.

An diesen Stellen ist ein Tempolimit vorgesehen, weil der Zustand von Gleisen und Unterbau keine höheren Geschwindigkeiten zulässt. Die Langsamfahrstellen werden erst wieder aufgehoben, wenn der Streckenabschnitt saniert ist.

Laut Studie hat zwar die Zahl und Länge der Langsamfahrstellen in den neuen Ländern im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Zugenommen habe aber die Dauer, bis die Langsamfahrstellen beseitigt waren: bei über der Hälfte habe sich ein Jahr lang nichts getan.

So seien im Sommer 2006 in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen insgesamt 253 Langsamfahrstellen gezählt worden. 55 Prozent davon sei älter als zwölf Monate gewesen.

Die Privatbahnen kritisieren, es gebe für den Betreiber DB Netz AG keinen Anreiz, die Langsamfahrstellen schnell zu sanieren. Komme es deshalb oder wegen Baustellen zu Verspätungen, drohe kein Nachteil. (26. Mai 2007)

Mehr zum Bahnverkehr in Thüringen gibt es auf der ZUGhören-CD 3 Nord- und Mittelthüringen.


Zug statt Stau im Weschnitztal

Kein Licht am Ende des Tunnels: der Saukopf-Straßentunnel bei Weinheim sorgt nach wie vor für Diskussionen. Ende 1999 wurde der Mammutbau eingeweiht. Dreißig Jahre lang hatten Umweltschützer dagegen gekämpft. Grund für den Bau war die erhoffte Verkehrsentlastung vor allem für Birkenau. Kritiker bemängeln, dass sich die Staus im Weschnitztal nur verlagert haben.

Nur wenige Jahre nach Eröffnung des Projekts muss die Sicherheit dringend nachgerüstet werden. 2008 sollen für rund 28 Millionen Euro ein Rettungsstollen und weitere Notrufeinrichtungen gebaut werden. Dafür muss der Tunnel mit seinen jährlichen Betriebskosten von rund einer Million Euro sechs bis neun Monate komplett gesperrt werden.

Die Bahn hofft, durch die befürchteten Staus mehr Pendler auf die Schiene zu locken. Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) kündigte an, zusätzliche Kapazitäten auf der Schiene zur Verfügung zu stellen. Verhandelt wird darüber mit dem Land Baden-Württemberg, der Stadt Weinheim und dem Landkreis Bergstraße.

Konkret wird demnach überlegt, anstatt eines Triebwagens der Baureihe VT 628 zwei Einheiten aneinander zu kuppeln. Möglich sei auch, ein anderes Fahrzeug fahren zu lassen oder einen durchgehenden Halbstundentakt anzubieten. In den 1980er Jahren hatte der Strecke mehrfach das "Aus" gedroht. (15. Mai 2009)

Mehr zum Bahnverkehr im Odenwald gibt es auf der ZUGhören-CD 1 Südhessen.


Unter Strom nach Belgien

Acht Kilometer fehlen. Die wichtige Güterstrecke Köln - Antwerpen zwischen der Bundesrepublik und Belgien ist auf einem kleinen Stück noch nicht elektrifiziert. Es handelt sich um die Strecke vom Gemmenicher Tunnel bei Aachen bis zum Grenzbahnhof Montzen auf belgischer Seite.

Die Strecken-Betreiber auf beiden Seiten, die DB Netz AG und die Infrabel, wollen das jetzt ändern. Von Frühjahr bis Dezember 2008 sollen die fehlenden acht Kilometer Fahrdraht über die Gleise gespannt werden. Dazu wurde jetzt eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben. Die Kosten dafür belaufen nach Angaben der Bahn auf rund fünf Millionen Euro.

Die Elektrifizierung bringt demnach deutliche Vorteile. So entfällt das Umspannen von Elektro- auf Dieselloks und umgekehrt. Das erhöht bisher wegen des zusätzlichen Personalaufwands die Kosten und macht Güterzüge zwischen Köln und Antwerpen langsamer und teurer.

Weil die Bahnstrom-Systeme in Belgien und Deutschland verschiedene Spannungen haben, wird dem Rechnung getragen. In den sechs Kilometer Fahrdraht auf deutscher Seite fließen 15.000 Volt Wechselstrom, in den zwei Kilometer auf belgischer Seite 3.000 Volt Gleichstrom. Auf einem 150 Meter langen Stück zwischen beiden Gleisabschnitten kann die Lok zwischen beiden Systemen wechseln. (8. Mai 2007)

Mehr zum Güterverkehr im Raum Köln gibt es auf der ZUGhören-CD 2 Köln/Rhein-Sieg.


Bald wieder Verkehr auf der Unstrutbahn?

Für die Bahnverbindung vom nordthüringischen Artern nach Nebra in Sachsen-Anhalt gibt es zwei Interessenten. Das berichtet der MDR und beruft sich dabei auf eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Bei einem der beiden Interessenten handelt es sich danach um die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH mit Sitz in Berlin.

Die Tochter des Bahnkundenverbands strebt an, die Strecke mit der ebenfalls stillgelegten Kyffhäuserbahn zu übernehmen. Die komplette Linie zwischen Sondershausen, Artern und Naumburg könnte dann als Bürgerbahn betrieben werden.

Die Regionaleisenbahn würde den Zugbetrieb übernehmen, die Gemeinden entlang der Strecke die Bahnhöfe. Erste Züge könnten laut Regionaleisenbahn-Chef Gerhard Curth dann möglicherweise Ende 2008 rollen. Über das Konzept soll in den nächsten Wochen mit den Gemeinden und der Bahn verhandelt werden. Der Schienenverkehr war auf dort zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006 eingestellt worden.

Schwerpunkt der Arbeit der Deutschen Regionaleisenbahn ist nach eigenen Angaben der Erhalt von Strecken, die nach der Stilllegung vom Abbau bedroht sind. Das soll verhindert und der Bestand der Strecken gesichert werden. (29. April 2007)

Weitere Informationen zu Eisenbahnen in Thüringen gibt es auf der ZUGhören CD 3.


Mehr Tempo im Norden

Die Norddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft neg in Niebüll erhöht ihr Tempo. Die Strecken von Niebüll nach Dagebüll Mole und von Niebüll ins dänische Tondern sind im Frühjahr 2007 saniert worden. Die Kosten dafür beliefen sich nach neg-Angaben auf rund 12 Millionen Euro, vom Land Schleswig-Holstein bezuschusst.

Unter anderem wurden 18 Kilometer Schienen neu verlegt, drei Brücken saniert, rund 22.000 neue Betonschwellen eingebaut, 22.000 Tonnen Schotter verbaut, neun Bahnübergänge technisch gesichert und der Bahnsteig in Niebüll auf 76 Zentimeter erhöht.

Ab Herbst verkürzen sich die Reisezeiten auf der 13 Kilometer langen Strecke zwischen Dagebüll und Niebüll von jetzt 24 Minuten um bis zu 6 auf künftig 18 Minuten. Dadurch wird ein Stundentakt möglich. Statt Tempo sechzig ist dann abschnittsweise eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern möglich. Die neg erhofft sich davon bequemeres Reisen für die Fahrgäste, bessere Anschlüsse zu den Fähren auf die Nordfriesischen Inseln - und mehr Kunden. Knapp ein Drittel aller IC-Fahrgäste in Nordfriesland haben laut neg die Inseln Föhr und Amrum zum Ziel.

Mehr Kunden verzeichnet auch die Nord-Ostsee-Bahn, die die Strecke von Niebüll nach Tondern im Personenverkehr bedient. Wie das Unternehmen mitteilte, stieg die Zahl der Reisenden dort von 18.000 im Jahr 2003 (April bis Dezember) auf über 41.000 im Jahr 2006. Überlegt wird, die Triebwagen bis nach Esbjerg durchzubinden. Bisher muss in Tondern umgestiegen werden. (16. April 2007)

Weitere Informationen zu Eisenbahnen in Schleswig-Holstein gibt es auf der ZUGhören CD 4.


Schneller von Erfurt nach Würzburg

Auf die Bahnreisenden zwischen Erfurt und Würzburg kommen erneut harte Zeiten zu. Bis Oktober wird die fast 200 Kilometer lange Strecke (KBS 570) zwischen der thüringischen Landeshauptstadt und der unterfänkischen Universitätsstadt weiter ausgebaut. Ziel ist es nach Angaben der Deutschen Bahn, beim übernächsten Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2008 den Ausbau für Neigetechnik-Züge endlich geschafft zu haben. Ursprünglich war das schon für 2006 geplant. Der Termin verschob sich mehrfach, unter anderem weil das Geld fehlte.

Für den Ausbau wird die Geduld der Reisenden wieder arg strapaziert: wochenlang werden bis Oktober ganze Abschnitte gesperrt. Für die Reisenden bedeutet das: zweimaliges Umsteigen vom Zug in den Bus und dann wieder zurück in den Zug.

Parallel wird zurzeit schon der komplette Bahnhof Grimmenthal in Südthüringen umgebaut - viele Gleise und Weichen sind überflüssig; das Empfangsgebäude ist bereits abgerissen. Die restlichen Weichen und Signale entlang der Strecke sollen künftig vom elektronischen Stellwerk in Arnstadt aus bedient werden.

Ziel ist, dass die Neigetechnik-Triebwagen VT 612 bis zu 160 Stundenkilometer schnell fahren, herkömmliche Züge immerhin noch maximal 120 Stundenkilometer. Die Reise-Zeiten verkürzen sich zwischen Erfurt und Würzburg von 3:00 Stunden im Jahr 2003 und 2:42 Stunden 2006 auf dann 2:30 Stunden. In den 1930er Jahren waren die schnellsten D-Züge auf der Strecke ebenfalls nur drei Stunden unterwegs. Die Linie war Teil der Hauptstrecke von Zürich über Stuttgart und Halle nach Berlin. Durch die deutsche Teilung verkam sie zur Rumpfstrecke ohne durchgehenden Verkehr. Erst nach der deutschen Einheit wurde das fehlende Elf-Kilometer-Gleisstück zwischen Rentwertshausen und Mellrichstadt wieder aufgebaut. (24. März 2007)

Weitere Informationen zu Eisenbahnen in Thüringen gibt es auf der ZUGhören CD 3.


Neue Züge der Erfurter Bahn

Die Erfurter Bahn geht in die Offensive. Das private Bahn-Unternehmen mit Sitz in der Thüringer Landeshauptstadt und über neunzigjähriger Tradition verdoppelt sein Zug-Angebot zwischen Mittel- und Nordthüringen und Nordhessen. Nach Angaben des Unternehmens rollen damit ab 1. April die Züge fast wieder im Zweistundentakt.

Grund für die Initiative der Privatbahn waren zahlreiche Bitten und Beschwerden von Fahrgästen. Das Angebot zwischen Eichenberg und Kassel war mit dem Fahrplanwechsel stark ausgedünnt worden. Gleichzeitig wurde der Fernverkehr auf der Mitte-Deutschland-Verbindung abgebaut.

Von den neuen Zügen sollen neben Pendlern und Schülern auch Geschäftsreisende und Ausflügler profitieren. Sie erhalten in Kassel Fernverkehrs-Anschlüsse und weitere attraktive Verbindungen. Die neuen Züge werden in den nächsten Tagen nach und nach im Internet und durch Aushänge bekannt gemacht. (10. März 2007)

Weitere Informationen zu Eisenbahnen in Nord- und Mittelthüringen gibt es auf der ZUGhören CD 3.


Bahn verkauft Bahnhöfe

Die Deutsche Bahn will den größten Teil ihrer Bahnhöfe verkaufen. Wie ein Sprecher mitteilte, sollen rund 1.800 von zurzeit 2.400 Bahnhöfen verkauft werden. Sie werden laut Bahn nicht mehr zum laufenden Betrieb benötigt. Außerdem verursachen sie hohe Kosten. Das Unternehmen spricht von Vandalismus-Schäden von jährlich 250 Millionen Euro. Wirtschaftlich zu betreiben sind nach diesen Angaben nur rund 600 Empfangsgebäude, überwiegend in größeren Städten.

In diese größeren Bahnhöfe investiert die DB in diesem Jahr rund 500 Millionen Euro. Das Geld wird für die Sanierung unter anderem in Erfurt, Lübeck und Saarbrücken aufgewendet. Erhebliche Zuschüsse kommen allerdings auch von Bund, Ländern und Städten.

Kritik am Vorgehen der Bahn kam von der Allianz pro Schiene, einem Bündnis von Umwelt- und Fahrgastverbänden, Automobilclubs, Gewerkschaften und Eisenbahnverbänden. Das Bündnis forderte, eine Liste aller zum Verkauf angebotenen Bahnhöfe zu erstellen und mit Kommunen und Ländern einen Bahnhofspakt zu schließen. Dadurch könnten die Bahnhöfe wieder zum dem gemacht werden, was sie einmal waren: Visitenkarten der Städte. (2. März 2007)
Mehr Informationen zu Bahnhöfen gibt es auf allen ZUGhören CDs, zum Beispiel zur Sanierung des Hauptbahnhofs Lübeck auf der CD 4, zur Hallendachsanierung im Frankfurter Hauptbahnhof auf CD 1 und zum Mobilitätszentrum im Bahnhof Nordhausen auf CD 3.


DB kauft neue Elektro-Triebwagen

Die Deutsche Bahn kauft in den nächsten Jahren rund 300 neue Elektro-Triebwagen. Sie werden von Bombardier-Transportation gebaut. Wie Bahn-Chef Hartmut Mehdorn mitteilte, handelt es sich um einen der größten Aufträge an die Bahn-Industrie. Laut DB kosten die Triebwagen rund eine Milliarde Euro.

Die elektrischen Triebwagen der Talent-Familie werden in den deutschen Fabriken von Bombardier geplant und gebaut. Die ersten der schnellen Schienenflitzer sollen ab 2009 ausgeliefert und bundesweit im Nahverkehr eingesetzt werden.

Die Bahn plant offenbar, auf ihren elektrifizierten Strecken im Nahverkehr künftig ausschließlich lokbespannte Züge mit Doppelstockwagen, S-Bahn-Triebwagen oder die neuen Elektro-Triebwagen einzusetzen.

Bombardier und Bahn loben das modulare Konzept der neuen Züge. Sie sollen je nach Platzbedarf zwischen zwei und sechs Wagenteile besitzen. Die Einstiegshöhe beläuft sich je nach befahrener Strecke zwischen 598 und 800 Millimetern. Auch die Aufteilung im Inneren ist variabel. Die Zahl der Plätze, WCs oder Türen kann flexibel gestaltet werden. Mit den offenen Fahrgasträumen verschwinden aber in den nächsten Jahren auch im Nahverkehr die wenigen noch vorhandenen Spuren einer vergangenen Reisekultur: der Abteil-Waggons.

Bombardier hofft, die elektrischen Talent-Züge auch in anderen Ländern verkaufen zu können. Sie werden je nach Wunsch für verschiedene Stromnetze angeboten: 15 oder 25 Kilovolt Wechselstrom oder 3.000 Volt Gleichstrom. (2. Februar 2007)


“Aus” für Kyffhäuserbahn

Mit dem Fahrplanwechsel ist das Ende für die Kyffhäuserbahn besiegelt worden. Seit dem 10. Dezember 2006 fahren zwischen Sondershausen und Bretleben in Nordthüringen keine Züge mehr. Das Land Thüringen hat den Verkehr bei der Deutschen Bahn abbestellt. Es gab als Grund dafür die geringen Fahrgastzahlen und die gekürzten Zuschüsse des Bundes für den Regionalverkehr auf der Schiene an.

Die Bahn hatte schon seit längerer Zeit versucht, die Strecke stillzulegen. Damit war sie beim Eisenbahnbundesamt und vor dem Verwaltungsgericht bisher gescheitert. Die Triebwagen waren auf der 31 Kilometer langen Strecke mindestens eine Stunde und neun Minuten unterwegs. In den 1930er Jahren brauchten die schnellsten Züge 52 Minuten.

An der Strecke liegt unter anderem die Kurstadt Bad Frankenhausen. Allein deren Panorama-Museum wird jedes Jahr von 110.000 Gästen besucht. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Barbarossa-Höhle und das Kyffhäusergebirge.

Gleichzeitig mit der Kyffhäuserbahn ist auch der Thüringer Abschnitt der Unstrutbahn (KBS 585, 26 Kilometer) von Artern bis Nebra stillgelegt worden. Außerdem fahren auf der Strecke von Schönberg in die südthüringische Kreisstadt Schleiz (KBS 543, 16 Kilometer) keine Züge mehr. Hier pendelten Triebwagen der Vogtlandbahn. Die landschaftlich reizvolle Linie führt durch eine touristisch interessante Region und auch an mehreren Sägewerken mit Holztransportbedarf vorbei. (10. Dezember 2006)

Weitere Informationen zu Eisenbahnen in Nord- und Mittelthüringen gibt es auf der ZUGhören CD 3.